Der Schnee macht uns das neue Leben als Eismacher nicht einfach. Schön winterlich ist es, das macht die Erstellung der Eisbahn aber nicht leichter. Temperaturen um Null Grad lassen die obere Schneeschicht antauen und ergeben eine wirklich unbrauchbare Verbindung mit dem Eis.
Hilft ja nix, wir müssen das Wetter nehmen, wie es ist und immer der Lage entsprechend reagieren – irgendwie… Also zunächst weiter wässern.

Das Ergebnis sieht blöd aus. Schnee wegschieben? Ist das überhaupt nötig? Und 1000 qm sind auch nicht mal eben mit dem Besen zur Seite geschafft – zu dritt erst recht nicht (Wer Lust hat, zu helfen, bitte an Uwe wenden!) Heute ist Thomas D. mit dabei und wir überlegen, was für Hilfsmittel jetzt ideal wären. Ja, schweres “Profi-Gerät”, was Spaß macht muss her
In Kanada haben die Leute allerlei Gerät hinter ihren kleinen Aufsitzmähern, mit denen sie im Sommer ihren Rasen pflegen und im Winter tatsächlich private Eisbahnen herstellen. Mal nach “ice rink backyard” und “Zamboni” googeln und ihr wisst, wo wir uns inspirieren lassen!

Das Wasser löst den Schnee an und auf, jetzt bräuchten wir Geräte, um das ganze platt zu streichen. Wir wollten schon Balken und Teppiche holen, da stromert Thomas über den Platz und entdeckt große, schwere Stahlwalzen! Ideales Gerät, um den angetauten Schneematsch zu verdichten, wie der überfrierende Schneematsch auf den Gehwegen… heute auch schon aufgemault?


Die ersten Versuche sehen viel versprechend aus. Bevor wir weiteres Gerät bauen, sind wir mit dem Equipment vor Ort schon sehr gut gerüstet – nur mal umschauen hilft, wie wir merken. Was ja auch ein bischen logisch ist, wenn man als Verein hier Fussballplätze betreiben will.
Die Aufgabe ist klar. Wässern und walzen, den ganzen Platz. Das ist jetzt das einzige, was uns spürbar vorwärts bringt. Uwe und ich walzen und unsere Kinder ziehen die 6 Rasensprenger Stück für Stück weiter. Der Schnee muss patschnass sein, damit er sich verdichten lässt, dann wird das ganze wieder glatt – so gut es eben geht.

Thomas holt ein paar Dinge, um das zu bauen, was wir vorher in den Schnee skizziert hatten: Deichsel, Verstrebung, Griff, Balken, Teppich, Spax und Akkuschrauber. Fertig ist der erste Limmersche Ice Rink Resurfacer (mal googeln!)

Nach dem Walzen kommt also das erste “Finish”: Einer geht voraus und wässert mit dem Schlauch das Eis, damit es ein Stück antaut und der erste limmersche “Ice Rink Resurfacer” verstreicht das Wasser. Etwas mehr Glätte hatten wir erwartet, aber wir sind mit dem Tagwerk (3 Stunden) dennoch sehr zufrieden. Wenn man das erste Bild mit dem letzten hier vergleicht… Aber wir wissen: Da geht noch einiges – wenn das Wetter uns lässt. Nun hoffen wir erst mal auf ausreichende Minusgrade, damit wir Heiligabend endlich irgendwie ein paar Runden drehen können!

Also: An Heiligabend werden wir gegen 9 Uhr das Eis begutachten und wenn alles klappt, so wollen wir an dieser Stelle gegen 10 Uhr (c.t.) EIS FREI! melden – oder NIX EIS! seid gespannt und herzlich eingeladen, mit uns zu schliddern oder was auch immer geht! Falls es klappt, werden wir bis ca. 14 Uhr die Eisbahn geöffnet haben.
Danach kommt endlich der Weihnachtsmann.